Geschichte der Samariterkirche

Die Kirche in Eckum ist ein Bauwerk der Neuzeit. Bis zum Ende des II. Weltkrieges gab es keine Evangelische Kirchengemeinde am Gillbach. Im Reformationszeitalter Versuchte zwar die neue Glaubensbewegung auch an der Gill Fuß zu fassen, was ihr jedoch nicht gelang.

Hermann von Wied, der Kölner Erzbischof, führte damals Gespräche mir Phillip Melanchthon, dem Mitarbeiter Luthers. Er entschloß sich zu einer Reformation in seinen Landen und ließ evangelische Prediger kommen. Kurz nach 1560 erreichten die Reformationsbestrebungen im Kreis Grevenbroich ihre größte Ausdehnung.
Von 1570-1580 befand sich die Kirche zu Rommerskirchen in den Händen der Reformierten. Inzwischen hatte der Truchsessische Krieg begonnen. Er tobte vornehmlich in unserer Gegend und wurde zwischen spanischen und niederländischen Truppen geführt. Die meisten Gemeinden blieben katholisch.
Als 1815 die Rheinlande von der französischen Herrschaft in die preußische übergingen, bestanden im Kreis  Grevenbroich 5 evangelische Mutterkirchen.

Nach dem II. Weltkrieg und dem Zusammenbruch des Reiches kamen weitere Gebiete Deutschlands in fremden Besitz oder fremde Verwaltung. Aus ihnen flüchteten zahllose deutsche Familien oder wurden vertrieben. Sie suchten z.T. in Westdeutschland Hilfe, Obdach und Unterkommen. An der Gill fanden Flüchtlinge eine neue Heimat. Zu ihnen zählen viele Christen evangelischen Bekenntnisses.

Sie schlossen sich der Kirchengemeinde Grevenbroich an.
Am 1.4.1961 wurde der Südbezirk der Kirchengemeinde Grevenbroich zu einer selbständigen Kirchengemeinde im Kirchenkreis Gladbach erhoben. Zu dieser zählten nunmehr die Evangelischen der politischen Gemeinen Rommerskirchen, Stommeln, Nettesheim und Evinghoven. Pfarrer Hundt aus Grevenbroich faßte die vertriebenen evangelischen Glieder zu ihrer Kirchengemeinde zusammen. Mit dem Fahrrad besuchte er die weitverzweigten Gemeinden und hielt in den Schulen Gottesdienst.
Viele Vertriebene hatten als selbständige Bauern in ihrer Heimat Ackerbau und Viehzucht betrieben. Nunmehr gingen sie als Landarbeiter zu ihren Gastgebern oder fanden in den Industriewerten in der Umgebung lohnende Beschäftigung. Fleißig und strebsam waren sie und gern gesehen. Sie erwarben sich Vertrauen und Achtung bei der bodenständigen Bevölkerung. Schon bald hatten sie sich nicht allein eingebürgert, sondern eigene Heime geschaffen. Damit nahm dann auch die Unterbringung in Massenquartieren (in den Sälen der Gastwirtschaften Schnitzler in Butzheim, Hurtz in Rommerskirchen und Fenes in Vanikum) ein Ende.
Im Herbst 1957 wurde die frühzeitig eingerichtete Hilfspredigerstelle zur II. Pfarrstelle Grevenbroich erhoben. Die Feier dazu fand in einer von der Kirchengemeinde Wevelinghoven in Frixheim errichteten Kapelle statt, wozu ein provisorisches Glöcklein einlud. In Stommeln fanden die Gottesdienste in einem Saal des Jugendheimes der katholischen Pfarrgemeinde, in Rommerskirchen und Höningen statt.

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